Die Bildserie „Verlassene Orte“ entstand als Gegenpol zu den gewöhnlich „aufgeräumten“, klaren Formen und Strukturen moderner architektonischer Gebäude, und ist in meinem Werk ein nicht abgeschlossener Prozess.
Auf den ersten Blick wirken verwaiste und verwahrloste Gebäude nicht gerade attraktiv auf den Betrachter. Hier wage ich jedoch das Experiment, eine allgemeine Wahrnehmung hinter mir zu lassen, durchbreche dabei festgelegte Seh- und Empfindungsnormen und erforsche den Charakter der vor mir liegenden Bild- und Raumsituation mit all ihren „Störeffekten“.
Wie die meisten Gebäude entfalten auch marode und verfallene architektonische Gebäude erst unter bestimmten Lichtbedingungen ihren architektonischen Reiz und erzählen uns eine ihnen innewohnende Geschichte.
Mit dem Mittel der Fotografie entsteht eine bildnerische Wiederbelebung nicht nur verwaister Bauwerke, sondern auch von Orten, die ihrer ursprünglichen Bestimmung „beraubt“ und einer neuen Bestimmung zugeführt wurden.